Termine

Delegiertenversammlung 2022

Auch wenn das Vereinsleben beim ASV Dachau seit geraumer Zeit wieder richtig rollt und in diesem Jahr auch wieder Großveranstaltungen stattfinden konnten, so stand die diesjährige Delegiertenversammlung doch noch einmal unter Pandemiezeichen. Schließlich ging es um die Geschäftsberichte von Vorstand und Aufsichtsrat über das Jahr 2021 – und das war bis Anfang Mai noch geprägt vom Lockdown light.

„Vieles davon hatte ich auch schon wieder verdrängt“, gab Vorstand Andreas Wilhelm zu, als er ein paar der unglaublichen Herausforderungen kurz ins Gedächtnis zurückrief: Onlinesport aus dem Hut zu zaubern, der bis Anfang März die einzige Möglichkeit war, gemeinsam Sport zu treiben. Dann die inzidenzabhängigen Regelungen mit Pflichttests, Kontaktdatenerfassung  und FFP2-Maskenpflicht für Zuschauer, auch im Freien. Im Herbst dann die neue logistische Herausforderung, den Zutritt zu den Sportanlagen zu kontrollieren und den Impfstatus der Sportlerinnen und Sportler zu überprüfen. „In dieser Zeit lernten wir uns gut kennen“, schloss Wilhelm seinen pandemischen Rückblick leicht ironisch, dankte aber umso mehr allen Funktionären, Vereinsmitarbeitern, Trainern und Übungsleitern, „die nicht gesagt haben, ihr könnt uns mal!“

Finanziell sei der ASV dank Kurzarbeitergeld und Corona-Hilfe des Landes Bayern „über die Runden gekommen“, so Wilhelm. Im sechsstelligen Bereich lagen die Rückgänge bei Kursgebühren, Vermietung und Gaststätte und Sponsoring aber doch.

Allzeit-Hoch bei den Mitgliederzahlen

Nicht jedoch bei den Beiträgen, denn die ASV-Mitglieder haben ihrem Verein außerordentlich die Treue gehalten. Nach im Vergleich zu anderen bayerischen Vereinen minimalen Rückgängen, die bis zu 20 Prozent ihrer Mitglieder verloren haben, sind im Oktober 2022 4102 Sportlerinnen und Sportler Mitglied beim ASV – so viele wie noch nie. Diese Sportlerinnen und Sportler benötigen Hallenzeiten und Übungsleiter, beides nicht leicht zu finden. Um letztere warb die stellvertretende Vorsitzende Ingrid Sedlbauer bei den Delegierten „wenn jemand wen kennt, der wen kennt, auch nur für einzelne Stunden…“. Bei den Hallenzeiten hofft die ASV-Vorstandschaft auf einen Verteilschlüssel für die Trainingszeiten in den Landkreishallen. Den gibt es bisher nicht, und dass „wir bei fast doppelter Mitgliederzahl zum TSV die gleiche Stundenzahl haben“, empfindet Wilhelm als „ganz klar ungerecht.“

Dauerthema Scherer-Halle

Ein anderes Hallenthema, die Georg-Scherer-Halle, gehört beim ASV seit einem guten Jahrzehnt zu jeder Versammlung. Beim ASV begrüßt man die einstimmige Stadtratsentscheidung jüngst für den Ersatzbau mit einer Dreifachhalle für 1500 Zuschauer und mit mehreren Multifunktionsräumen, auch für die Kinderbetreuung. Trotzdem besteht die Sorge, dass der Bau weiter auf die lange Turnbank geschoben wird. Zwar bekräftigte Oberbürgermeister Florian Hartmann, der aus terminlichen Gründen seine Grußworte per Brief geschickt hatte, dass "an der Notwendigkeit eines modernen Neubaus… im Gremium keinerlei Zweifel“ bestehe. Doch der Neubau ist nach wie vor an eine neue Heimat für das Eistadion gekoppelt. „Der Hallenneubau wird damit ausgebremst und das Ende der Scherer-Halle ist unausweichlich und nah“, fordert Wilhelm dringend die Aufhebung dieser Koppelung.

Beitragserhöhung mit Augenmaß

Bei der nächsten großen Herausforderung, der Energiekrise, appelliert der ASV-Vorstand an die Mithilfe aller: „Macht das Licht aus, wo es nicht gebraucht wird und nutzt die Duschen so kurz wie möglich!“ natürlich werden auch die Thermostate in den Hallen runterreguliert, doch angesichts der völlig veralteten Ölheizung in der Scherer-Halle und der Fußbodenheizung in der Mehrzweckhalle verspricht sich Wilhelm davon nicht allzu viel, zumal ein Kostenanstieg im sechsstelligen Bereich nicht auszuschließen ist.

Daher sei eine Beitragsanhebung in diesem Jahr unausweichlich, zumal die Beiträge seit 2020 gleichgeblieben sind. Während andere bayerische Vereine um 15 bis 20 Prozent anheben müssen, will der ASV-Vorstand nicht über die Inflationsquote von aktuell zehn Prozent hinausgehen.

Doch da es um deutlich mehr als die bisherigen zwei Prozent Beitragsanhebung gehen wird, holten Vorstand und Aufsichtsrat das O.k. der 57 anwesenden Delegierten ein. Sie bekamen es bei einer Enthaltung und drei Gegenstimmen. „Eine Beitragserhöhung wird im nächsten Jahr unumgänglich sein“, erklärte der der Aufsichtsratsvorsitzende Blacky Schwarz, versicherte aber, „dass uns auch die Situation der Mitglieder bewusst ist und wir die Erhöhung mit Augenmaß vornehmen werden“.

Darüber hinaus hatte Schwarz noch von vielen positiven Dingen zu berichten: Den Leitlinien des Vereins, die jüngst verabschiedet wurden. Von sportlichen Großereignissen wie dem Firmenlauf, die endlich wieder stattgefunden haben. Und von zahlreichen Erfolgen der ASV-Abteilungen, die in den kommenden Wochen auch endlich wieder bei Sportlerehrungen gewürdigt werden können.

 

Ehrenabend 2020/21

ASV Dachau feiert seine langjährigen Mitglieder und Funktionäre

Einen besonderen Ehrenabend hat der ASV Dachau gefeiert und Mitglieder geehrt, die dem Verein bereits seit 50, 60, 70, 75, 80 und sogar 85 Jahren die Treue halten. Dass die Vereinsverbundenheit nicht nur im Mitgliedsausweis besteht, zeigte der gut gefüllte ASV-Theatersaal. Fast alle Eingeladenen waren erschienen zu einem kurzweiligen Abend, der neben Verdiensten und Erfolgen auch viele unterhaltsame Anekdoten aus dem Vereinsleben der Geehrten offenbarte.

Vor allem aber war der Ehrenabend ein echtes „Familientreffen“ mit großer Wiedersehensfreude nach zwei Jahren, in denen diese Ehrungen nicht stattfinden konnten. Viele der Geehrten verwiesen auf die zahlreichen Freundschaften, die über den Verein entstanden: „Den Dank für die Vereinstreue muss man auch an den ASV zurückgeben“, betonte etwa Albrecht Streller, der seit 50 Jahren in der Handballabteilung aktiv ist. „Danke für diese Familie, für die vielen Freunde!“

Allen langjährigen Mitgliedern überreichte der ASV-Aufsichtsratsvorsitzende Hans Schwarz gemeinsam mit Ernst Konwitschny, dem Organisator des Abends, Urkunden und Gutscheine als Dank und Auszeichnung für ihre Vereinstreue. Für die Mitglieder, die länger als 60 Jahre beim Verein sind, gab es zusätzlich Urkunde und Ehrennadel des BLSV, die Günter Dietz als dessen Kreisvorsitzender überreichte.
Für 10 Jahre Übungsleitertätigkeit überreichte die stellvertretende ASV-Vorsitzende Ingrid Sedlbauer Mandy Merwerth und Annette Buchhaupt die Verdienstmedaille in Bronze, für 20 Funktionärsjahre in der Tennisabteilung erhielt Konrad Hipfner die Auszeichnung in Silber.

Stehende Ovationen für Johann Lang

Dass aus einer Vereinsmitgliedschaft wahrlich lebenslange Freundschaften entstehen können, zeigten die Jubilare eindrucksvoll, die zum Teil über ein Dreivierteljahrhundert:  Neben den 16 „Fuchzigern“ hatten 18 Mitglieder in den vergangenen zwei Jahren ihr 60- oder 65-jähriges Vereinsjubiläum. Auf 70 und 75 Jahre beim ASV blicken weitere 11 Mitglieder zurück, darunter Rudolf und Rosmarie Rieger, die zudem über 60 Jahre lang verschiedene Gymnastikgruppen beim ASV geleitet hat. 

Für 80 Jahre ASV-Mitgliedschaft wurde Heinrich Salvermoser geehrt und mit stehenden Ovationen wurde Johann Lang von den Anwesenden gefeiert: Seit 85 Jahren ist der 99-Jährige ein ASV-ler, „und er weiß immer noch, wer in welcher Mannschaft spielt oder gespielt hat“, hob Jürgen Betz als langjähriger Abteilungsleiter der ASV-Handballer hervor, zu denen Lang seit 1936 gehört. Noch fünf Jahre länger als Lang war Hans Meister beim ASV, der den Ehrenabend, wie vier weitere Jubilare, leider nicht mehr erlebt hat. „Doch er hat die Urkunde und die Nadel für 90 Jahre Vereinszugehörigkeit noch erhalten, und das hat ihm sehr viel bedeutet“, erinnerte Ernst Konwitschny.

Ernennung neuer Ehrenmitglieder

Nach dem ersten emotionalen Höhepunkt folgte der zweite fast auf dem Fuß mit der Ernennung von vier neuen Ehrenmitgliedern und dem ersten Ehrenpräsidenten des ASV, Rudi Scherer, der ebenfalls mit stehenden Ovationen gefeiert wurde.

Zunächst wurde Herrmann Stepper zum Ehrenmitglied ernannt, der 31 Jahre lang die Leichtathletikabteilung des ASV geleitet hat:  „Ich bin mir sicher, das wird keiner toppen“, scherzte Blacky Schwarz als aktueller Chef der Leichtathleten und verwies auf eine andere Bestleistung seines Vorgängers, die schwer zu toppen ist: Seit Stepper die Volkfestwettkämpfe 1973 mit ins Leben gerufen hat, hat er bei keiner Auflage gefehlt.
Viel bewegt und viele zukunftsweisende Entscheidungen mitgetroffen hat auch Ernst Konwitschny, der wie seine beiden langjährigen Vorstands- und späteren Aufsichtsratskollegen Ernst Burgmair und Franz Xaver Vieregg zum Ehrenmitglied ernannt wurde. 2018 hat dieser ehrenamtliche Vorstand unter dem Vorsitz von Rudi Scherer der Mitgliederversammlung die Satzungsänderung hin zu einer Vereinsstruktur mit hauptamtlicher Vorstandschaft, Aufsichtsrat und Delegiertenversammlung empfohlen. Im ersten Aufsichtsrat nach 2018 hat dieses Quartett die Geschicke des Vereins noch aktiv mitbegleitet, bei der Delegiertenversammlung 2021 aber nicht mehr kandidiert.

Rudolf Scherer wird erster Ehrenpräsident auf Lebenszeit des ASV Dachau 

„Es war eine schöne Zeit hier“, fasste Georg Scherer diese Vorstandsarbeit zusammen, die er als erster Vorsitzender fast über die Hälfte seiner offiziell 60 Jahre beim ASV  geprägt hat. Als Sohn des langjährigen Vorstands Georg Scherer ist der Junior allerdings quasi am ASV aufgewachsen, „beim Stadionumbau war sein Lieblingsplatz ganz vorne im Laster“, wusste Laudator Blacky Schwarz zu berichten, Scherers Nachfolger als Aufsichtsratsvorsitzender. Eine Kindheitserinnerung steuerte der neue Ehrenpräsident auch selbst bei: „Früher haben die Ehrungen immer am 2.Weihnachtsfeiertag stattgefunden, für mich als Zehnjährigen war das Langweiligste überhaupt. Ich hab mich immer gefragt, was die davon haben. Heute weiß ich’s: Es ist ein Dankeschön auf sehr charmante Weise!“


Die Geehrten

Verdienstplakette in Bronze (10 Jahre): Annette Buchhaupt, Mandy Merwerth
Verdienstplakette in Silber (20 Jahre): Konrad Hipfner

50 Jahre Vereinszugehörigkeit
Wolfgang Biber, Günter Heinz, Ursula Heumann, Kornelia Hielscher, Karolina Hofmann, Johann Keil, Irene Kottmair, Wolfgang Kraßnitzer, Herta Meigl, Andrea Reichl, Renate Reischl, Georg Ruland, Roswitha Schepp, Hannelore Scherer, Rainer Seidl, Albrecht Streller

60 Jahre Vereinszugehörigkeit
Werner Fichtl, Ingrid Gleich, Jürgen Gleich, Karolina Hoffmann, Arno Kleer, Peter König, Dietmar Kubitschek, Franziska Lehmeier, Sigrid Natter, Günter Rauland, Georg Rieger, Manfred Rupprecht, Johann Schachtner, Robert Schepp, Rudolf Scherer, Peter Sedlmair, Hildegard Sonneberger

65 Jahre Vereinszugehörigkeit
Elfriede Gross

70 Jahre Vereinszugehörigkeit
Walter Gillik, Georg lang, Johann Neumair, Martin Stiglmayr

75 Jahre Vereinsmitgliedschaft
Johann Fritz, Richard Gampenrieder, Josef Hoffmann, Erich Meister, Gottlieb Natter, Rosmarie Rieger, Rudolf Rieger

80 Jahre Vereinsmitgliedschaft
Heinrich Salvermoser

85 Jahre Vereinsmitgliedschaft
Johann Lang


Ehrenmitglieder
Hermann Stepper, Ernst Burgmair, Ernst Konwitschny, Franz Xaver Vieregg
Ehrenpräsident
Rudolf Scherer

 

Maibaumaufstellen 2022

Gut 200 Besucher haben beim Maibaumaufstellen am ASV mitgefeiert!
An den Scherstangen haben die Jungs – und erstmals auch Mädels – der Footballabteilung vollen Einsatz gezeigt und sich nach der obligatorischen Aufbaumaß auch eine Brotzeit vom Grill des „Lara’s“ verdient. Die Wirtschaft ist neben 13 Abteilungen des ASV auch auf den Maibaumtafeln vertreten.

Auf die Beine gestellt wird das traditionelle Maibaumfest seit Jahren von Theaterabteilung des ASV – dafür bedankte sich der ASV-Aufsichtsratsvorsitzenden Blacky Schwarz im Namen des ganzen Vereins bei der Abteilung und allen voran bei Ernst Konwitschny. Neben der Aufbaumannschaft von den Footballern galt der Dank auch dem Hausmeisterteam des ASV. Das hatte den Transport organisiert und das „Prachtstangerl“ so diebstahlsicher gelagert, dass Maibaumdiebe diesmal keine Chance hatten.

Der Einladung zum Maibaumaufstellen waren einige Mitglieder gefolgt, die in den zwei vergangenen Jahren ihr 20- beziehungsweise 40-jähriges Vereinsjubiläum hatten. Da diese Ehrungen pandemiebedingt ausfallen mussten, hat sich der Verein so mit einer Brotzeit im Biergarten unter dem Maibaum für die Vereinstreue bedankt.

Oberbürgermeister Florian Hartmann und seine Frau Julia konnten ihren Besuch beim ASV als Aufwärmrunde für das Maibaumaufstellen der Stadt am Sonntag nutzen. Um nicht mit der Feier am Unteren Markt zu konkurrieren und weil am Sonntag mit Frühjahrslauf und den Saisoneröffnungen im Tennis und Beachvolleyball gleich mehrere Sportveranstaltungen auf dem Programm standen, ist der ASV-Maibaum 2022 diesmal schon am letzten Apriltag aufgestellt worden.

 

 

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