Weibliche Jugend 

Rückblick 2015-2019, vier Jahre Jugend Volleyball.

 

Zusammengefasst durch Tom Kneifl

 

Seit der Neuausrichtung im Jahr 2015 ist viel Zeit vergangen,

nun vier Jahre und fünf Spielzeiten später wird es Zeit Bilanz zu ziehen und die nächsten Schritte ein zu leiten.

Zunächst möchten wir allen danken die mit uns gemeinsam diesen Weg bis hier hin gegangen sind, und hoffe darauf mit euch weiterhin noch sehr lange Wege zu gehen. Alle Sportlerinnen, Trainern, Leitungen, Eltern, FSJlern, Geschwister, Fahrern Sportverrückten wollen wir hier einen kurzen Rückblick und Ausblick geben.

Nach einer langen Odyssey löste sich nach der Saison 2007/08 die Damen I auf, und so gab es nur noch eine Damen II in der Kreisklasse, die aus jugendlichen bestand. In den darauf folgenden Jahren spielte man lediglich mit einer Mannschaft, welche sich zum Teil sehr erfolgreich durch die unteren Ligen kämpfte.

Im Sommer 2015 kamen Nanni, Andi, Denis und Tom im Volksfest Bierzelt zusammen, um zu besprechen ob und wie man wieder den Weiblichen Jugendbereich beim ASV Dachau ausbauen könnte, bzw. Tom zum ASV Dachau dazu stößt. Nach kurzer Diskussion war man sich schnell einig und der Grundstein für das was kommen sollte war gelegt. Und so traf man sich dann zum Naka Cup um die weiteren Details zu klären, sowie alles zu organisieren, um das es Ende September losgehen konnte. Angefangen hat alles mit einer wagen Damen II und ungefähr acht U20-U16 Jugendlichen, sowie ein paar U12/U13`ner , was sich aber dann rasch änderte. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, kamen dann, als es sich herum sprach das was Angeboten wird, auch mehr Mädels wieder ins Training. So dass bis zum Saisonauftakt auch tatsächlich diverse Mannschaften gestellt werden konnten. Also starteten wir in diesem Jahr mit einer DII in der Kreisklasse, einer U20, U18, U16, U13, U12, wobei es eigentlich immer die gleichen Jugendlichen waren, da es ja nur einen sehr begrenzten Kader gab.

Ein Schlüsselereignis war sicherlich das Erstellen eines Nachwuchskonzeptes so das man grob wusste was man erreichen will. Hierin waren nicht nur die Grundsätze des Trainings verankert, sondern auch die Stellung und Eingliederung der Jugendlichen innerhalb der Abteilung. So war sowohl geplant wieder eine Durchgängigkeit in allen Altersstufen zu erreichen als auch leistungsorientiertes Training an zu bieten mit dem Ziel einer dauerhaften Etablierung der Damen I in der Bayernliga. Schnell war klar das dies nur über eine Weiterentwicklung der Strukturen möglich sein würde, was dann auch rasch in Angriff genommen wurde. Das anfänglich als sehr opportunistisch angesehene Werk musste dann bereits nach zwei Jahren wieder überarbeitet werden, da die Gesamtsituation sich besser entwickelt hatte als vorher geplant. Dazu aber später noch mehr.

So stießen bereits nach kurzer Zeit weitere Mädels zu unserem Projekt von anderen Vereinen dazu, und viele ehemalige Spielerinnen die eigentlich Ihre Jugendvolleyball Schuhe an den Nagel gehängt hatten sind wieder zurückgekommen. In dieser Zeit wuchs die Damen II bis U12 innerhalb von vier Monaten auf ca. 28 Aktive an. Bereits im ersten Jahr wurde die Damen II dritter in der Liga, wodurch sie aufgestiegen durfte, und die U20 schaffte den Sprung zur Oberbayrischen Meisterschaft. Leider mussten wir auch einiges an Lehrgeld bezahlen, was sich an nicht optimal Organisation am deutlichsten spürbar machte.

Bei all dem sportlichen Ergeiz sollten aber auch soziale Aktivitäten nicht zu kurz kommen. Als Beispiel fuhr eine Jugend zu den United World Games, und alle zusammen gingen zum Saisonauftakt auch mal Bowlen.

 

Neue Saison neues Glück. Saison 16/17

 

Nach der zum Teil sehr euphorischen ersten Saison kam dann die Erkenntnis, das es funktionieren könnte wieder dauerhaft Weibliches Leistungsorientiertes Volleyball in Dachau zu Etablieren. Dies bedeutete aber durchaus das wir deutlich die Ärmel hochkrempeln müssten. Dank der Helfer und Trainer ist es gelungen bereits im zweiten Jahr alle Jugendligen zu besetzen, und dort auch entscheidenden Rollen zu spielen.

Wir schafften es sogar eine Damen III zu melden welche vollständig aus Jugendlichen U14-U18 Spielerinnen bestand. Durch Ligen Verschiebungen im Verband musste die Mannschaft dann direkt in der Kreisliga starten. Also eine Liga höher. Dies war für die Mädels lernen auf sehr hohem Niveau, nochmal großen Respekt dafür das sie es die ganze Saison durchgezogen haben, und dann am letzten Spieltag durch einen Satzgewinn die Saison krönten. Und ja wir gehen noch Eis essen!

Die Früchte dieser harten Arbeit hat man dann im darauffolgenden Jahr gesehen, indem drei Spielerinnen den Schritt in die Damen II geschafft haben. Am Ende dieser Saison haben uns leider sehr viele der Mädels vom TSV E. Karlsfeld verlassen, was darauf zurück zu führen ist das die meisten sich gegen Leistungsorientierten Sport entschieden haben, und anderen Hobbys den Vorzug gaben.

Durch die plötzliche Krankheit eines Trainers und den Wegfall von Helfern, und Spielerinnen wurde es wiederum ein sehr durchwachsenes aber durchaus erfolgreiches Jahr. Immerhin schafften wir es mit drei U Mannschaften bis zur Oberbayrischen vor zu Stoßen.

Mitte 2017 hat sich Andi Wilhelm und ein paar Eltern von volleyballer Kindern zusammengesetzt und das Grundschulprojekt der Bambinis ins Leben gerufen. Was anfänglich als Training für die Kinder der Volley`s gedacht war mauserte sich schnell zu einem großen eigenständigen Projekt für Spielerinnen und Spielern unter 10 Jahre.

Alles in allem aber durchaus ein gelungenes zweites Jahr, und wir waren gespannt was die Nächste Saison bringen würde.

 

Die Saison 17/18:

 

In dieser Saison trugen die Bemühungen endlich größere Früchte, und alles schien gut ineinander zu Zahnen. Wir hatten eine Kooperation mit TSV E. Karlsfeld Jugend begonnen, da vom TSV eh schon fünf Jugendliche zu uns gekommen waren. Hierbei sei zu erwähnen, dass ohne Bernhard Bergmoser, kurz Bergi, es weder so weit gekommen noch umsetzbar gewesen wäre.

So wurde auch wieder in diesem Jahr mit der Damen III eine reine Jugendmannschaft in der Kreisklasse an den Start geschickt. Die gute Arbeit schlug sich auch in den Erfolgen wieder, so das erstmals alle bis auf die U18 den Schritt zur Oberbayrischen Meisterschaft schafften. Ebenso gelang es den ersten Jugendlichen den Sprung in die Oberbayern Auswahl, und sogar im erweiterten Sichtkreis der Bayernauswahl.

Da sich bereits Anfangs gezeigt hatte, dass es leistungsmäßig nicht möglich sein wird alle 16 Spielerinnen des Damen II Kaders auf dem weiteren Weg dieser Mannschaft mit zu nehmen, wurde ab November versucht neue Lösungen für die kommende Saison zu finden. Auch wenn es dem Trainer sehr schwer gefallen ist musste er doch erkennen das der Leistungsunterschied zwischen den Spielerinnen zu groß geworden war, und somit die Mannschaft auf der Stelle tritt. Nach einer durchwachsenen, tränenreichen und anstrengenden Saison wurde die Damen II nur sechster und lag somit weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Es ist halt immens schwer aus dem „so genannten“ eigenem Saft heraus Meister zu werden. Zumal andere Vereine wie der SV Esting kurzfristig drei altgediente Spielerinnen aus der Bezirksliga in der Kreisliga einsetzten. Der Versuch eine neue Mannschaft ins Leben zu rufen, für die den bevorstehenden Weg nicht mitgehen können, ist uns leider nicht gelungen. Angedacht war eine tiefergreifende Kooperation mit dem TSV E. Karlsfeld im Erwachsenen Bereich, also hier eine Spielgemeinschaft zu Gründen. Dies wurde auch so klar organisiert, aber dann leider kurzfristig durch die Spielerinnen überworfen. Trotzdem haben ein Teil dieser Spielerinnen beim TSV E. Karlsfeld eine neue Heimat gefunden, andere haben leider aufgehört was mich als Trainer sehr traurig macht, da ihm alle sehr ans Herz gewachsen waren. Leider gehören beim Sport auch schwierige Entscheidungen dazu, wir hoffen das im Laufe der Zeit es wieder einen gemeinsamen Weg geben wird. Unsere Damen I jedoch schaffte direkt den Sprung in die Bayernliga, ein riesiger Erfolg für die Mannschaft und dies lieferte weiteren Ansporn es ihnen gleich zu tun. Überaus erfreulich hat sich auch Grundschulprojekt entwickelt, welches bis dato aufsage und schreibe ca. 45 Kinder angewachsen ist. Gratulation an die „Macher“ an dieser Stelle. Durch diese erfreuliche Entwicklung, die Kooperation mit dem TSV E. Karlsfeld Jugend, und nicht zuletzt die eigene überaus erfolgreiche Jugendarbeit ist der weibliche Bereich auf ca. 100 Aktive angewachsen. Allerdings sind durch die Kooperationen nicht alle Mitglieder beim ASV Dachau.

Wir haben das verflixte dritte Jahr überstanden und alle beteiligten freuten sich immens auf das was noch kommen würde.  

 

Die letzte Saison: 18/19

 

Was soll man sagen, sportlich die wohl erfolgreichste Saison, sieht man von dem wiederabstieg der Damen I aus der Bayernliga mal ab.

Wir konnten wiederrum eine Damen II und eine Damen III stellen. Und uns gelang in diesem Jahr sogar das beide Aufsteigen. Hierbei haben sich die Änderungen der letzten Saison positiv bemerkbar gemacht, und der Knoten ist geplatzt. Als am vorletzten Spieltag, wo es um alles ging bei der Damen II, der zweite der Liga (SV Germering) und der dritte (TSV E. Karlsfeld) zu uns in die eigene Halle kamen, waren alle voll angespannt. Bis dato hatten die Damen II nur ein einziges Mal zum Teil gepatzt als sie am ersten Spieltag gegen Haimhausen nur 3:2 gewannen.

Nun vier Stunden später stand es fest, der ASV Dachau II ist Meister in der Klasse. Beide Spiele wurden mit 3:0 gewonnen und gegen den SV Germering, zweiter der Liga, sogar zu 16/21/8. Es war eine überaus  deutliche Kampfansage an die Bezirksklasse. Bei der Damen III, die mit den jungen Küken des Vorjahres gespickt war, lief es auch sehr gut. So waren sie im letzten Jahr noch letzter geworden, konnten sie in dieser Saison sogar ganz oben mitspielen. Bedingt durch die langen Jugendmeisterschaften wollten wir den Mädels nicht zumuten an allen Spieltagen voll auf Gewinnen zu gehen, sondern eher alle spielen zu lassen. Dies wurde vor allem möglich gemacht durch das vorzeitige Zugeständnis von der Spielleitenden Stelle das wir auch wenn wir nicht Meister werden trotzdem in der kommenden Saison in der Kreisliga spielen dürfen. Danke an Stelle nochmals an Dali für deine Unterstützung diesen Traum der Mädels zu ermöglichen.

In der Jugendrunde ist uns das Kunststück gelungen mit allen, ja allen, Mannschaften von der U12 bis zur U20 zur Oberbayrischen Meisterschaft zu fahren. Ein Riesen Erfolg. Bei der U12 starteten wir sogar mit zwei Mannschaften, wobei die ASV II Mädels gerademal U9 waren. Gratulation! Hierbei waren wir sogar so erfolgreich das alle Mannschaften außer die U12 sogar das Viertelfinale erreichten. Das Highlight war sicherlich das unsere U13 sogar bis zur Bayrischen Meisterschaft gekommen ist und hier sensationell den elften Platz belegte. Ein toller Erfolg für all die Mühen der Mädels. Dabei hat sich gezeigt, dass die Gruppe so heiß auf Volleyball ist das wir uns dazu entschlossen haben sie im kommenden Jahr bereits in der Kreisklasse, und Oberbayernliga U16 starten zu lassen. Als U14 in der Erwachsenenliga? Ja dieses Model wird durch manche Spitzenvereine Deutschlandweit verfolgt. Durch die Wildcard des Verbandes zur Oberbayrischen U14 2020, wurde dies auch leichter möglich gemacht. Derzeit haben wir sogar eine Bayernauswahl Spielerin, zwei Oberbayernauswahl Spielerinnen und drei im erweiterten Kader der Oberbayernauswahl, auch hier zeigen sich deutlich die Früchte der eingesetzten Arbeit. Im Grundschulprojekt ging so gut weiter das die Zahl der Kinder sogar noch gesteigert werden konnte, so dass dort ca. 65 Mädels und Jungs am Start sind. Zusammen mit den Kindern und Jugendlichen von Damen II bis U12, immerhin 72, und den Frauen der Damen I sind wir somit auf ca. 140 aktive angewachsen gewesen. Was für eine Entwicklung.

Leider haben uns nach dieser Saison viele aus dem gemeinsamen Kooperation Projekt mit dem TSV E, Karlsfeld verlassen. Diese Mädels, die am Übergang waren, haben sich zum größten Teil dazu entschieden mit Volleyball auf zu hören. Eine wird uns in Richtung Obermenzing verlassen, und vier wollen den Weg mit uns weiter gehen. Dies ist sehr schade da wir geplant hatten mit dieser Gruppe auch in der Kreisklasse zu  starten. Somit werden wir in der kommenden Saison etwas schrumpfen auf so 100-120 Aktive.

 

Die kommende Saison:

 

In der Saison 2019/20

 

Fazit:

 

Am Ende einer vier Jahre andauernden Reise sind wir dort angekommen wo wir hin wollten, nämlich Volleyball weiblich beim ASV Dachau wieder zu altem Glanz zu verhelfen.

Nun gilt es das erreichte zu festigen und in einem dauerhaften Zustand über zu führen. Nach doch mittlerweile vier sehr intensiven Jahren wird es darauf ankommen in den nächsten zwei Jahren, genügend Mitstreiter zu finden, um dieses überaus spannende Projekt zu begleiten, bzw. weiter nach vorne zu bringen.

Beim verfassen dieses Berichtes wurde erst so richtig klar was in den letzten Jahren alles passiert war. Zum einen nicht nur sportlich, das wir die stärkste Kraft im Jugendvolleyball Kreis West geworden sind, sondern auch das es gelungen ist wieder eine Begeisterung für unseren Sport zu entfachen. Wenn man sich nur mal als Beispiel die Heimspieltage der Herren I anschaut, wo es selbstverständlich geworden ist das die Mädels und Frauen dort mitfiebern und dabei sind.

Ziel ist es nun die junge kleine Pflanze weiter wachsen, sowie ihre genügenden Nährstoffe und Liebe zukommen zu lassen, so das aus Ihr ein stattlicher Baum wird. Hierfür brauchen wir natürlich jede Menge Mithilfe.

Abschließend bleibt mir als einer der „Macher“ nur übrig allen beteiligten zu diesem grandiosen Erfolg zu Gratulieren, und mich bei allen die diesen Weg bis hier hinbegleitet und gestaltet haben zu bedanken. Danke für die diese Geile Zeit!   

 

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