ASV Dachau - TSV Niederviehbach : "Daheim ist der Wurm drin" 

Daheim ist der Wurm drin, auch beim fünften Heimspiel der Saison mussten sich die Drittligavolleyballer des ASV Dachau geschlagen gebe. Sie unterlagen dem TSV Niederviehbach im Bayrischen Derby mit 1:3 (25:18, 22:25, 17:25, 20:25) und mussten die Niederbayern in der Tabelle vorbeiziehen lassen.

Eine Niederlage, die schmerzt, „denn das war wieder eines der Spiele, die wir unbedingt gewinnen müssen“, so ASV-Trainer Dominic von Känel. Zwar rutscht sein Team vorerst nur auf Tabellenplatz neun ab. Doch die zehn Punkte, die der ASV auf dem Konto hat, hat auch der Vorletzte Taufkirchen – aus zwei Spielen weniger. Nach dem kommenden spielfreien Wochenende für den ASV rücken die Taufkirchner zum Münchner S-Bahn-Derby in Dachau an – der Druck wird nicht kleiner.

Doch immerhin hat die ASV-Boygroup so zwei Wochen, um aus den Fehlern aus dem Niederviehbachspiel zu arbeiten. Wobei das erste Problem schon darin besteht, die so genau zu identifizieren: „Im ersten Satz lief es noch ganz gut, doch dann haben wir Fehler über Fehler gemacht“, so der Coach. Die ASV-Angreifer bekamen die Bälle nicht mehr im gegnerischen Feld unter, die Abstimmung passte oft nicht, die Stimmung ging runter und vor allem kamen die Aufschläge nicht mehr.

Und wenn doch, hatte Niederviehbach wenig Probleme damit und konnte ein schnelles Spiel über die Mitte aufziehen. Zu schnell für den Dachauer Mittelblock, in dem sich Benedikt Neumeier, Fabian Suck und Moritz Teichmann abwechselten. Diese Möglichkeiten hatte von Känel auf der Außenposition gar nicht. Um überhaupt eine Alternative ins Rennen schicken zu können, wurde Ex-Zweitligaspieler Torsten Pohl reaktiviert. Ab dem zweiten Durchgang mischte der 31-Jährige für Niklas Brandt mit, konnte aber auch nicht verhindern, dass seinem Team das Spiel immer mehr entglitt.

So ernüchternd das 1:3 auch war, viel Zeit zum Grübeln bleibt nicht. Denn auch wenn sich an der angespannten Personalsituation wahrscheinlich vor Weihnachten nicht viel ändern wird, müssen gegen Taufkirchen unbedingt Punkte her. Sonst droht ein sehr ungemütlicher Jahreswechsel im Tabellenkeller. 

News der 3. Volleyball Liga 

ASV Dachau - VSV Jena : „Tiebreak können wir!“ 

Mit zwei Punkten im Gepäck sind die Dachauer Drittliga-Volleyballer aus Jena zurückgekommen. Nicht ganz das, was sie sich vom Ausflug zum bislang sieglosen Schlusslicht erhofft hatten. Aber immerhin bedeutete das 3:2 (25:17, 25:19, 22:25, 19:25, 15:13) nicht nur den vierten Saisonsieg, sondern in der Tabelle einen kleinen Schritt nach oben: Mit zehn Punkten aus neun Spielen haben sich die Dachauer am punktgleichen MTV München vorbei auf Platz acht vorgeschoben.

Um sich etwas deutlicher und beruhigender vom Tabellenkeller abzusetzen, wären drei Punkte enorm wichtig gewesen: „Und die waren auch drin“, meint ASV-Trainer Dominic von Känel und schickt hinterher: „Wenn wir unser Spiel durchziehen, gehen wir da nach nicht mal einer Stunde mit einem 3:0 aus der Halle.“ Die Geschichte mit der fehlenden Konstanz gehört mittlerweile fast schon zu von Känels Standardsätzen. Aber diesmal hätte sich sein Team nach zwei souveränen ersten Sätzen fast noch die Butter vom Brot nehmen lassen.

„Wir haben klassisch aufgehört“, fasst von Känel zusammen. Gleich zu Beginn des dritten Durchgangs unterliefen seinem Team ein paar Fehler in Serie. Doch anstatt mit dem Selbstvertrauen aus den guten Auftaktsätzen einfach nochmal durchzustarten, „graben wir uns ein“, so der Coach. Danach brachte auch erst einmal kein Wechsel die Wende, zumal die Alternativen rein zahlenmäßig überschaubar waren: Moritz Teichmann gab nach überstandenem Bänderriss sein Comeback im Mittelblock für Fabian Suck, Konstantin Luber löste Quirin Viereck auf der Diagonalposition ab und Vincent Rominger sprang für Außenangreifer Sebastian Wenninger ein. Zurück in die Erfolgsspur hat das Team aber erst im Entscheidungssatz gefunden: „Da lief’s dann wieder. Tiebreak können wir anscheinend“, kommentierte der Trainer den insgesamt dritten 3:2-Sieg für seine Mannschaft, den sie einmal mehr denkbar knapp mit 15:13 heimgeschaukelt hat.

Also einen Punkt liegen lassen und nur zwei Zähler für den Fünfsatzsieg eingestrichen. „Doch die waren wichtig“, wie Dominic von Känel sichtlich erleichtert festhielt. Auch die eigentlich unnötige Verlängerung konnte er mit Humor nehmen: „So eine Abfahrt um 8 Uhr und ein Tag im Bus muss sich ja auch lohnen. Wenn man so lang fährt, kann man auch bisserl länger spielen!“  Am kommenden Wochenende ist reisefrei, am Samstag kommt der TSV Niederviehbach zum Bayernderby in der Scherer-Halle. Ein Sieg wäre da aber nicht nur wegen der bayerischen Ehre wichtig, sondern vor allem, um die derzeit zwei Plätze, aber nur einen Punkt schlechteren Niederbayern auf Distanz zu halten. Außerdem steht der erste Heimsieg der Spielzeit 2018/19 immer noch aus, und den will die ASV-Boygroup jetzt endlich klarmachen. 

ASV Dachau - Zschopau : Zwei Punkte für den dritten Streich 

Dabei wären nach Ansicht von ASV-Trainer Dominic von Känel auch durchaus die volle Punktzahl möglich gewesen, immerhin führte sein Team nach verschlafenem ersten Durchgang bereits mit 2:1-Sätzen. „Doch wieder einmal haben wir den Gegner mit einer kurzen Fehlerserie ins Spiel kommen lassen“, hat der Coach das gleiche Problem wie im Heimspiel zuletzt gegen Friedberg ausgemacht.

Danach war der vierte Durchgang weg und der ASV musste einmal mehr in den Tiebreak. Der allerdings war nicht ganz so dramatisch, wie noch gegen Friedberg: Zwar verspielten die Dachauer auch da wieder eine komfortable Führung (6:1), fanden aber rechtzeitig in die Erfolgsspur zurück. Und es blieben auch alle unverletzt, zumal der ASV durch die Ausfälle von Sebastian Hartmann und Moritz Teichmann eh schon dezimiert war und dann auch noch Jonas Vogl, Samuel Sadorf, Vincent Rominger und Tobias Besenböck sich nicht mit auf die Reise ins Erzgebirge machen konnten.

Dafür verstärkten gleich drei Talente aus dem Regionalligateam die ASV Reisegruppe und ein alter Bekannter: Luis Klimpe, der ausbildungsbedingt eine Volleyballpause einlegen wollte, sprang kurzfristig auf der Liberoposition ein. „Wahnsinn, was Luis so ganz ohne Training gespielt hat“, war von Känel begeistert von seinem Ersatzmann und will versuchen, den Annahme-und Abwehrspezialisten für weitere Einsätze zu gewinnen. Neben Klimpe hat Fabian Bergmoser den Coach beeindruckt, auch wenn er verletzungsbedingt gerade noch nicht seine volle Leistung bringen kann. Doch „chirurgische Aufschläge“, so von Känel, „gehen immer. Fabian hat uns immer geholfen, wenn er reingekommen ist. So geht Team!“

Mit acht Punkten aus sieben Spielen rangiert der ASV aktuell auf Platz neun der Liga. Nicht ganz das, was sich Mannschaft und Trainer vorgestellt haben, doch von Känel relativiert: „Die Liga ist dieses Jahr so dicht zusammen und so ausgeglichen, dass das in zwei Wochen schon ganz anders aussehen kann.“ Voraussetzung ist natürlich, dass Dachau weiter punktet, und der erste Heimsieg steht auch immer noch aus. Doch den haben die Dachauer für den kommenden Samstag fest im Blick, wenn der VC Dresden um 20 Uhr in der Georg-Scherer-Halle aufschlägt.

 

Ergebnisse und Tabelle der Dritten Liga

ASV Dachau - VC Dresden : Volleyballer weiter auf Mission Heimsieg 

Auch wenn die Sachsen als Tabellenzweiter anreisen, wollen die ASV-Spieler unbedingt den ersten Heimerfolg mit den eigenen Fans feiern. Das haben sie in der vergangenen Saison fast ausschließlich gemacht, Meister Gotha war das einzige Team, das Punkte aus der Scherer-Halle entführen konnte. Und das auch erst beim vorletzten Heimspiel. Auch den VC Dresden hat die ASV-Boygroup im vergangenen Jahr mit einem 0:3 auf die Heimreise geschickt, verlor allerdings in Dresden selbst mit 1:3.

Grund zum Optimismus ist trotzdem da: Der 3:2-Erfolg am vergangenen Wochenende in Zschopau war gut fürs Selbstvertrauen und über weite Strecken auch schon das Spiel, das sich Trainer Dominic von Känel vorstellt. „Bis auf ein paar kurze Einbrüche halt“, aber an der Konstanz basteln Trainer und Team schon seit Saisonbeginn. Fortschritte sind da: Hätten die ASV-Jungs beim letzten Heimspiel gegen Ligaprimus Friedberg konstant ihr Ding durchgezogen, wäre da schon der erste Heimsieg möglich gewesen und nicht nur der Trostpunkt für das Erreichen des Tiebreaks.

Verstecken müssen sich die Dachauer also nicht, auch wenn sie als aktuell Neunter am Samstag auf dem Papier in der Außenseiterrolle sind. Doch die „Liga ist so eng beisammen, da kann jeder jeden schlagen“ betont Dominic von Känel immer wieder und hat dabei durchaus im Blick, dass es mit drei zusätzlichen Punkten für sein Team ein ganzes Stück nach oben gehen könnte: „Für uns ist das ein megawichtiges Spiel“, stellt er klar. Nicht nur, weil der diesjährige Heimfluch nach drei Niederlagen endlich mal gebrochen werden muss: „Das ist im Team eigentlich gar kein Thema“, meint der Coach, „wir wollen mal ein ganzes Spiel lang unser Ding durchziehen.“ Unterstützung wird es dabei wieder von Luis Klimpe geben, der nach seinem Feuerwehreinsatz in Zschopau auch für das Dresdenspiel als Libero zugesagt hat. Außerdem hat Mittelblocker Moritz Teichmann nach seinem Bänderriss bereits wieder die ersten Sprünge gemacht.

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