Erste Delefiertenversammlung in der Geschcihte des ASV Dachau 

Erstmals in der Geschichte des ASV Dachau ist im Juli 2018 eine Delegiertenversammlung zusammengekommen, die Bestandteil der neuen ASV-Satzung ist.

Die gewählten Abteilungsvertreter und die Mitglieder des Vereinsrates haben die Geschäftsberichte 2017 genehmigt, die alte Vorstandschaft einstimmig entlastet und erstmals einen Aufsichtsrat gewählt. Dieser ist nach dem Votum der Delegierten für eine erste Übergangszeit nahezu identisch mit der bisherigen Vorstandschaft des ASV um den langjährigen Vorsitzenden Rudolf Scherer.

 

Der 72-Jährige hatte in seiner letzten Rede nach 27 Jahren als 1.Vorsitzender und „68 Jahren, in denen der Vorsitzende des ASV Scherer hieß“ den Rücktritt des bisherigen Vorstands satzungskonform bekannt gegeben. Zudem blickte Scherer auf das vergangene Jahr zurück, vor allem aber die Entwicklung des ASV zum Großverein, die die neuen Strukturen und damit die im November beschlossene Satzungsänderung notwendig gemacht hat. „Ich habe versucht, einen sportlich erfolgreichen Verein auch mit Herz, mit Gefühl und mit Nächstenliebe zu führen“ schloss Scherer seine Rede, in der er dem Verein auch die für ihn persönlich wichtigsten Punkte auf die Agenda schrieb: Menschlichkeit, Offenheit und die Liebe zum Sport, um nur einige herauszugreifen.

Im November 2017 haben die ASV-Mitglieder eine neue Satzung verabschiedet, um die Weichen für die Zukunft des ASV zu stellen. Seit Inkrafttreten dieser Satzung haben alle 13 Sparten des Vereins - proportional zu ihrer Größe - ein bis zwölf Vertreter gewählt, die die Abteilung gemeinsam mit den Abteilungsleitern repräsentieren. Ihre Aufgabe war es nun, als nächsten Schritt den ehrenamtlichen Aufsichtsrat zu wählen, der wiederum die Leitlinien des Vereins bestimmt und einen neuen, haupt- oder ehrenamtlichen Vorstand als ausführendes Organ des Vereins bestellt. 

Zur Wahl stand für die drei bis sechs Aufsichtsratsposten die bisherige ehrenamtliche Vorstandschaft um den Ersten Vorsitzenden Rudolf Scherer. Er hatte in seinem letzten Bericht als Vorstand hervorgehoben, dass „wir mit der neuen Struktur klare und kurze Entscheidungswege schaffen. Nur so können wir den gestiegenen, vor allem aber den zukünftigen Herausforderungen eines modernen Großvereins gerecht werden.“  Der 72-Jährige selbst will mit seinen bisherigen Vorstandskollegen als eine Art Übergangslösung den Strukturwandel begleiten und so eine gewisse Kontinuität in der Umstellungsphase sorgen. Doch „unser Ziel ist es, auch den Aufsichtsrat innerhalb von ein bis zwei Jahren zu verjüngen und mit neuen Personen zu besetzen“, kündigte Scherer an und fügte hinzu: „Wir werden sofort nach der Wahl einige Mitglieder ansprechen, ob sie als Gäste an den Aufsichtsratssitzungen teilnehmen wollen.“

Mit dieser Personalakquise können Scherer und seine Aufsichtsratskollegen Franz Xaver Vieregg, Ernst Burgmair, Ernst Konwitschny, Klaus Dammann und Heinz Dietz nun beginnen, denn sie alle wurden einstimmig von den Delegierten gewählt. Doch zunächst haben andere Personalien Vorrang. Denn der Aufsichtsrat wird in den nächsten Tagen einen neuen hauptamtlichen Vorstand als handelndes Organ des Vereins benennen. 

Als „Tag, der in die Vereinschronik des ASV eingehen wird“ bezeichnete auch Oberbürgermeister Florian Hartmann die erste Delegiertenversammlung und dankte Rudolf Scherer und seinem Vorstandsteam, aber auch den Abteilungen und Ehrenamtlichen für die Arbeit für den ASV. „Rücktritte sind normalerweise keine angenehmen Termine“, gab Hartmann zu, stellte aber direkt fest: „Dieser Rücktritt ist ein Neustart und ich halte es für einen wohlüberlegten Schritt, den Aufsichtsrat mit der bestehenden Mannschaft zu besetzen und dann nachzujustieren.“ Das passe für ihn in das Bild des professionellen und kompetenten Vereins, als den er den ASV erlebe, „ein Verein, der sich Gedanken macht, wie er sich strukturell aufstellen muss, um die Weichen für die Zukunft zu stellen und der nicht nur an morgen, sondern auch an übermorgen denkt.

 

Satzung des ASV Dachau vom 27.11.2017 

Am 27.11.2017 wurde in der Mitgliederversammlung des Vereins die neue Satzung beschlossen. Die Eintragung erfolgte nach Prüfung durch das Registergericht am 31.01.2018 

Diese steht hier zum Download zur Verfügung.

Warum braucht der ASV eine neue Satzung? 

Rudolf Scherer: "Den ASV fit für die Zukunft machen"

Liebe ASV-Mitglieder,


Im vergangenen Herbst hat die Mitgliederversammlung den ASV-Vorstand beauftragt, eine neue Satzung zu entwerfen. Die aktuelle Satzung ist zwar noch keine zehn Jahre alt, doch haben sich die Rahmenbedingungen seither stark verändert.

Es gibt zahlreiche neue rechtliche Anforderungen an Vereinssatzungen, denen wir Rechnung tragen müssen. Darüber hinaus hat sich der Verwaltungsaufwand, einen Großverein wie den ASV zu führen, in den vergangenen Jahren durch neue Vorschriften enorm erhöht. Das sind aber nur die bürokratischen Rahmenbedingungen, die allgemein eine ehrenamtliche Vorstandstätigkeit zu mehr als einem Teilzeitjob machen können.

Dass sich die Aufgaben und Anforderungen erhöht haben, hat auch einen hausgemachten Grund: Der ASV Dachau ist erfolgreich. Er ist beliebt – und er wächst stetig. Aktuell haben wir fast 4000 Mitglieder, zudem nutzen 600 bis 800 Nicht-Mitglieder die Kursangebote des Gesundheits-, Trend- und Freizeitsports. Pro Woche finden über 300 Angebote am ASV statt, gut 400 Übungsleiter und 75 Funktionäre engagieren sich. Der Jahresetat beträgt rund 2 Millionen Euro.

Hinzu kommen vielfältige Außenbeziehungen des Gesamtvereins, als Partner der Stadt, besonders im Bereich Schulsport, als Veranstaltungszentrum oder in der Kinderbetreuung. Und mit dem Neubau der Georg-Scherer-Halle kommen neue, spannende Herausforderungen auf den Verein zu. Aufgaben die tägliche Verfügbarkeit, Hintergrundwissen in den laufenden Geschäften und schnelle Entscheidungen bedürfen. Dies ist im Ehrenamt praktisch nicht mehr möglich.

All diese Aufgaben erfordern effektivere Strukturen und klare, kurze Entscheidungswege. Nur so können wir den gestiegenen, vor allem aber den zukünftigen Herausforderungen eines modernen Großvereins gerecht werden. Lasst uns den ASV fit für die Zukunft machen!

 

Rudolf Scherer

1.Vorsitzender ASV Dachau

Zusammenfassung - was ändert sich? 

So kann die neue Vereinsstruktur des ASV aussehen

Die Delegiertenversammlung ersetzt die bisherige Mitgliederversammlung Jede Abteilung und jeder Fachbereich ist darin proportional zu ihrer Größe repräsentiert und wirkt an der demokratischen Willensbildung im Verein mit, sie wählt beispielsweise den Aufsichtsrat. Jede Abteilung und jeder Fachbereich entsendet eine(n) gewählte(n) Delegierte(n). Hat eine Abteilung zwischen 51 und 100 Mitglieder, wird sie von zwei Delegierten vertreten. Ab einer Größe von 101 Mitgliedern kommt für alle weiteren 100 Mitglieder ein Delegierter hinzu, maximal aber 12 Delegierte pro Abteilung oder Fachbereich. Die Delegiertenversammlung kommt einmal im Jahr zusammen.


Der große Vorteil ist: Die namentlich bekannten Delegierten können schon im Vorlauf vor wichtigen Entscheidungen mit Hintergrundinformationen versorgt werden. So werden Entscheidungen fundierter, als wenn man Grundlageninformationen –wie bisher – erst bei der Abstimmung in der Mitgliederversammlung erhält.

Der Aufsichtsrat besteht, ähnlich dem bisherigen Vorstand, aus drei bis sechs ehrenamtlichen Mitgliedern, die von der Delegiertenversammlung gewählt werden. Der Aufsichtsrat gibt die Leitlinie des Vereins vor, er bestellt den hauptamtlichen Vorstand und berät ihn, ist aber nicht mehr das allein haftende Entscheidungsorgan wie in der bisherigen Satzung. Der Aufsichtsrat kontrolliert den neu geschaffenen hauptamtlichen Vorstand, beispielsweise über die Genehmigung des Haushaltsplans.

Beratende Funktion hat auch der unveränderte Vereinsrat, das Herzstück des Vereins. Denn ihm gehören neben Vorstand, Aufsichtsrat, Kassenprüfern und weiteren gewählten Mitgliedern alle Abteilungs- und Fachbereichsleiter kraft ihres Amtes an und können somit die Interessen der einzelnen Abteilungen zusätzlich zur Delegiertenversammlung einbringen.

Der Vorstand kann künftig sowohl ehrenamtlich als auch hauptamtlich tätig sein und wird vom Aufsichtsrat bestellt. Er ist das ausführende Organ des Vereins - er führt die laufenden Geschäfte innerhalb des vorgegebenen Haushaltsplanes und der Leitlinie des Vereins. So ist er beispielsweise Ansprechpartner bei allen Außenbeziehungen des Vereins und auch bei den Arbeitsverträgen der Vereinsmitarbeiter. Der Vorstand wird vom Aufsichtsrat kontrolliert. Seine Entlastung erfolgt wie bisher über die Delegiertenversammlung.

Download Organisgramm und Satzungsentwurf 

In dieser Übersicht sind die neuen Vereinsstrukturen als Organigramm dargestellt. Auch die wichtigsten Funktionen Aufgaben von Delegiertenversammlung, Aufsichtsrat, Vereinsrat und Vorstand sind erläutert. Zudem gibt's einen Zeitplan, was bisher in Sachen Satzung passiert ist und wie's weitergeht.

 

 

 

 

 

Textfassung der neuen Satzung

In viel Kleinarbeit, vielen abendlichen Sitzungen und mit der Unterstützung eines deutschlandweit tätigen Satzungsexperten ist der nachfolgende Textvorschlag für die neue ASV Satzung entstanden.

Wir bedanken uns ausdrücklich bei den Mitgliedern der eigens dafür eingerichteten Arbeitsgruppe zur Entwicklung der neuen Satzung. Ebenso den Mitgliedern des Vereinsrates. Beide Ausschüsse haben die Entwicklung des Entwurfs über viele Monate begleitet und mit ihren Beiträgen und Anregungen zu der nun vorliegenden Vorlage beigetragen.

Eine Vorabprüfung des Finanzamtes und des Registergerichtes ist ebenfalls erfolgt.

Sie haben nun zwei Möglichkeiten zum Download:

1. Den Textentwurf für die neue ASV-Satzung ohne die alte Satzung herunterzuladen.

oder

2. Wer mit der alten Satzung vergleichen will, wird hier fündig.

 

Jahreshauptversammlung 2017: Neue Satzung, neue Abteilung 

Die Mitglieder des ASV Dachau haben die Weichen für die Zukunft gestellt: Auf der Jahreshauptversammlung verabschiedeten die über 130 Stimmberechtigten am Montagabend mit großer Mehrheit eine neue Satzung. Zudem stimmten die Mitglieder für die Aufnahme von American Football als 13. Abteilung des ASV.

Bevor das erste Wort gesprochen war, wurden die Stühle knapp: Mehr als 150 Mitglieder waren am Montagabend im Theatersaal des ASV erschienen. Eine Zahl, die auch die optimistischsten Vorabschätzungen weit übertroffen hat. „Einfach überragend“, fand Geschäftsführer Andreas Wilhelm das offensichtliche Interesse der ASV-Mitglieder und die Tatsache, „dass wir gemeinsam über alle Generationen Entscheidungen treffen können.“ Denn neben den 136 stimmberechtigten Mitgliedern waren auch zahlreiche Jugendliche zur Versammlung erschienen.

Entscheidungen gab es in der Tat zu treffen, zukunftsweisende sogar. Nachdem die Jahresrechnung 2016 genehmigt und der Haushalt 2018 einstimmig verabschiedet worden waren, kam der Erste Vorsitzende Rudolf Scherer schon in seinem Jahresbericht auf den neuen Satzungsentwurf zu sprechen: „Einen modernen Sportverein in Zukunft zu führen und zu leiten, ist ehrenamtlich nicht mehr möglich. Das muss uns allen klar sein“, verdeutlichte Scherer noch einmal das Ziel, den ASV mit professionelleren Vereinsstrukturen „fit für die Zukunft“ zu machen.

120 der 136 stimmberechtigten Mitglieder stimmten für die neue Satzung bei einer Gegenstimme und 15 Enthaltungen. Scherer wird damit nach 27 Jahren als ehrenamtlicher Erster Vorsitzender des ASV von einem hauptamtlichen Vorstand abgelöst und richtete deshalb auch ganz persönliche Worte an die Mitglieder - der wohl emotionalste Moment des Abends. Der 71-Jährige dankte für die Unterstützung in seiner über 40-jährigen Funktionärstätigkeit als Abteilungsleiter der Volleyballer und dann Erster Vorsitzender: „Ich habe versucht, einen sportlich erfolgreichen Verein auch mit Herz, Gefühl und mit Nächstenliebe zu führen“ –  der minutenlange tosende Beifall und die stehenden Ovationen der Anwesenden zeigten, dass ihm das mehr als gelungen ist.

Scherer kündigte an, zukünftig für das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden zur Verfügung zu stehen. Vor der Wahl dieses ehrenamtlichen Aufsichtsrates, der unter anderem den Vorstand bestimmt und kontrolliert, müssen aber erst in allen Abteilungen Delegierte gewählt werden. Diese wählen dann wiederum als neue Delegiertenversammlung den Aufsichtsrat.

Erstmals wählen dürfen dann auch die etwa 40 American Footballer, die seit Mai zur Probe auf dem ASV-Gelände trainieren. Nun haben die ASV-Mitglieder die „Dachau Thunder“ mit großer Mehrheit und mit viel Willkommensbeifall als 13.Abteilung im ASV aufgenommen.

Ein weiteres großes Thema des Abends war der geplante Neubau der Georg-Scherer-Halle. Auch Oberbürgermeister Florian Hartmann berichtete den Anwesenden über den momentanen Stand der Dinge und bedankte sich ausdrücklich für die professionelle und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Verein. Derzeit wird ein neuer Standort für das Eisstadion gesucht, auf dessen aktueller Fläche die neue Halle angedacht ist.

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