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Mit freundlicher Genehmigung der Süddeutsche Zeitung Content

 
Youngster als Lichtblick

veröffentlicht am 17.02.2010 von mest

17-jähriger Tim Noack hilft im Zweitliga-Team aus und zeigt als einziger Dachauer eine starke Leistung

ASV-Coach Klaus Dammann hat sich am Samstagabend mehr von seinen Volleyballern erhofft. Vier Stunden fuhren die Stadtwäldler nach Rüsselsheim, um dann nach nur 67 Minuten gegen die stark aufspielenden Hessen als Verlierer vom Feld zu gehen. Noch dazu verletzte sich Außenangreifer Florian Malescha im zweiten Satz am rechten kleinen Finger. Er biss jedoch die Zähne zusammen und spielte mit bandagiertem Finger wieder mit – geholfen hat es nicht. „Für uns gab es heute einfach nichts zu holen“, sagte Dammann. Dachau fuhr mit fünf Mann weniger als üblich zu Rhein Main Volley. Armin Dollinger meldete sich kurzfristig krank, Korbinian Brückner ist noch immer verletzt. Markus Noack hat eine Mandelentzündung. Zudem fehlten Max Krumbholz und Libero Bernhard
Schneider, die beide Prüfungen in der Universität schrieben. Vor allem Schneider ging ab – er ist der
einzige etatmäßige Libero der Dachauer. Dammann ließ ohne Libero spielen – Diagonalspieler und Mittelblocker mussten die Annahme, die Schneider sonst fast im Alleingang organisiert, übernehmen. „Wir waren gerade im ersten Satz verunsichert“, resümierte der Coach. In den entscheidenden Phasen gelang es seinen Jungs erneut nicht, konstant aufzutreten. Sie machten viele Fehler
in Serie. Rhein Main hingegen zeigte eine kompakte Leistung. Satz eins ging daher verdient mit 25:13 an die Hessen. Im zweiten Durchgang dann kugelte sich Malescha den kleinen Finger aus – für ihn kam Tim Noack. Der 17-jährige Spieler der ASV-Reserve half wegen der dünnen Personaldecke im Zweitliga-Team aus. Für Trainer Dammann war Noack der einzige Lichtblick an diesem Samstag. „Er hat seine Sache richtig gut gemacht und sensationell gespielt“, sagte er. Dennoch verlor der ASV Satz zwei mit 18:25.
Im dritten Durchgang kam Malescha zurück. Tim Noack blieb trotzdem auf dem Feld, Wenninger übernahm die Position von Diagonalangreifer Matthias Weber, der keinen guten Tag erwischte, Denis Werner kam für Kapitän Thomas Mersmann, der ebenfalls schwach agierte. Im dritten Satz spielte Dachau phasenweise ganz gutmit, Rhein Main glänzte mit einer gut organisierten Abwehr und siegte mit 25:20. „Sie haben verdient gewonnen“, sagte Dammann. Der ASV rutschte auf Platz neun ab. Langsam wird die Luft für die Stadtwäldler dünn. Doch sie hatten auch Glück an diesem Wochenende: Die drei Abstiegskandidaten Schwaig, Dresden und Kriftel, die hinter dem ASV stehen, verloren ihre Spiele ebenfalls.

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