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veröffentlicht am 10.02.2010 von mest
Sebastian Wenninger gehört längst zur Stammsechs
Sie trainieren vier Mal in der Woche und kämpfen jedes Wochenende um Punkte: Die Volleyballer des ASV Dachau haben sich als junge Mannschaft erfolgreich in der Zweiten Bundesliga-Süd etabliert.
Doch wer sind sie eigentlich, die Cracks des ASV, was bewegt sie und was machen sie neben dem Sport? Die Dachauer SZ stellt die Spieler in einer kleinen
Serie vor.
Universalspieler Sebastian Wenninger hilft den Stadtwäldlern nicht nur auf dem Feld. Hinter den Kulissen kümmert sich der 20-jährige Informatikstudent fleißig um den Internetauftritt
der Mannschaft. Dank ihm können die Fans Wissenswertes über die Spieler auf der Homepage
ebenso nachlesen wie die aktuellen Presseartikel.
Der gebürtige Obergriesbacher spielt seit zehn Jahren Volleyball. Er begann beim TSV Friedberg – umso mehr ärgerte er sich über die 0:3-Pleite am vergangenen Samstag. „Wir sind so etwas wie Erzrivalen. Es ist umso bitterer für mich, wenn wir da verlieren“, sagt er. Mit 15 Jahren wechselte Wenninger zum VCO Kempfenhausen. Er machte eine Probewoche im Internat. „Die hatten aber eigentlich nichts mehr frei“, erzählt er. Wenninger sollte erst zum nächsten Schuljahr beim VCO anfangen – doch zwei Tage später läutete das Telefon. „Sie haben doch noch einen Platz für
mich gefunden. Den allerletzten quasi“, sagt er. Der damals 15-Jährige packte spontan seine Sachen und
ging Mitten im Jahr nach Kempfenhausen. Dort machte er sein Abitur. Wenninger wollte in München bleiben und studieren. So blieben ihm nur zwei Möglichkeiten, wenn er weiter Volleyball spielen wollte: Dachau oder der MTV München. Beim ASV kannte Wenninger bereits Florian Malescha und Marko Riedlbeck, die ebenfalls in Kempfenhausen waren.Wenninger entschied sich für den Stadtwald, auch weil der MTV München in die Regionalliga abgestiegen ist. Seit zwei Jahren ist er nun beim ASV, Trainer Klaus Dammann setzt den gelernten Mittelblocker auf der Außenposition ein.
Längst gehört der 20-Jährige zur Stammsechs. „Er hat eingeschlagen wie eine Bombe und einen riesigen Schritt nach vorne gemacht“, sagt Dammann. Sein Typ sei für die Mannschaft wichtig:
„Er sorgt für den nötigen Spaß, bringt gute Laune ins Team und ist dabei ehrgeizig.“ Die Stimmung wiederum motiviert den 20-Jährigen: „Wenn du einen Punkt gemacht hast, jubeln dir fünf Leute zu.
Wir pushen uns aufdem Feld gegenseitig. Das gefällt mir am meisten“, sagt er. Sein Hauptmanko sieht der 20-Jährige in seiner Anfälligkeit für Verletzungen.Der traurige Höhepunkt: Am 8. November 2006 bekam er eine Thrombose im Arm. Der erste Arzt attestierte ihm, dass er nie wieder Sport machen könne und wollte ihn operieren. Zum Glück holten seine Eltern damals eine zweite Meinung ein: Dieser Arzt stellte eine Muskelverletzung fest – nach einem halben Jahr stand Wenninger wieder auf dem Feld. Aufgrund seiner Geschichte verwundert es nicht, dass der 20-Jährige als Hauptziel angibt, dass er verletzungsfrei spielen wolle. „Der Rest kommt
von allein“, sagt er. Mit der bisherigen Saison ist er nicht ganz zufrieden. „Wir wollten unter die ersten Drei kommen, sind dann aber ein bisschen abgestürzt“, sagt Wenninger. Die junge Mannschaft müsse aus seiner Sicht noch lernen, auch in kritischen Phasen durchzuhalten und weniger Fehler zu machen. Doch Wenninger ist optimistisch: „Das schaffen wir auch.“
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