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Mit freundlicher Genehmigung der Süddeutsche Zeitung Content

 
Überraschungsteam ohne Schwächen

veröffentlicht am 09.02.2010 von mest

Beim 3:0-Sieg von Dachaus Volleyball-Reserve finden sich keine Kritikpunkte / Zweiter Aufstieg in Folge möglich

Peter Pittner, Trainer der zweiten ASV-Volleyballmannschaft, lobt nicht vorschnell. Er beurteilt die Leistung seiner Spieler normalerweise eher kritisch. Am vergangenen Sonntag hatte er jedoch so rein gar nichts an seinem Team auszusetzen. „Das war die beste Saisonleistung bisher“, sagte er nach der Partie gegen den
MTV München II. DerASV fegte den Lokalrivalen
mit 3:0 aus der heimischen Scherer-Halle. Allein die Satzergebnisse zeigen die Dachauer Überlegenheit:
Sie gewannen mit 25:20, 25:17 und 25:12. Nach 57 Minuten war das Schauspiel vorbei. Pittner gefiel vor allem, dass seine Jungs ihr Spiel bis zum Schluss durchgezogen haben, keine Schwachstellen
oder Tiefpunkte zeigten. Dann gerät der Coach noch mehr ins Schwärmen: „Die Annahme war phänomenal.“ Er könne nicht einen einzigen Spieler hervorheben, „weil alle sehr gut waren“. Dabei begannen Dachau und München auf Augenhöhe. Kleine Unterschiedemachten sich erst im letzten Viertel des ersten Satzes bemerkbar. Die hervorragende Annahme erleichterte den Spielaufbau
der Stadtwäldler. Sie bauten mehr und mehr Druck auf, zwangen den MTV München zu Fehlern. „Die Strategie, die wir trainiet haben, haben wir konsequent durchgezogen“, sagte Pittner. Mit dem Sieg hat der ASV – die Überraschungsmannschaft in der Bayernliga-Süd – seinen zweiten Platz gefestigt, Tabellenführer TSV Mühldorf hat bei einem Spiel
weniger zwei Punkte mehr auf dem Konto. Bleibt Dachau Zweiter, spielt das Team, das in dieser
Saison erst von der Landesliga in die Bayernliga gelangte, in der Relegationumden Aufstieg in die Regionalliga mit. Zwei Spiele haben die Stadtwäldler noch zu bestreiten, sie haben ihre Zukunft also selbst in der Hand. Als Gegner warten Mühldorf und der Tabellendritte TV Hauzenberg.
Bis zum Endspurt dauert es aber noch drei Wochen – solange haben die Dachauer Bayernliga-Volleyballer spielfrei. Eine Pause erhalten sie trotz der Glanzleistung am Sonntag nicht. „Es gibt immer etwas zu tun“, sagte Pittner, der in den kommenden Wochen weiter intensiv mit seinen Jungs arbeiten will. Auf dem Trainingsplan stehen Aufschläge ebenso wie die Abstimmung in der Feldabwehr und das Blockspiel. „Wir wollen die Gegner künftig noch
mehr unter Druck setzen“, so der Trainer.

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