News der 3. Volleyball Liga 

Foto: Birga Herzum

Begeisternde Pokalparty gegen Lüneburg

Es war die erhoffte Pokalparty am Dienstagabend in der Scherer-Halle, auch wenn die Sensation ausgeblieben ist: Mit 0:3 (15:25, 14:25, 25:27) haben die Drittliga-Volleyballer das Achtelfinale im DVV-Pokal gegen den Erstligisten und letztjährigen Pokalfinalisten SVG Lüneburg verloren.

Doch die junge ASV-Boygroup wehrte sich nach Kräften gegen die Lüne-Hünen. Das Team bot den gut 700 Zuschauern in der proppenvollen Georg-Scherer-Halle begeisternden Volleyball und war im dritten Durchgang sogar ganz dicht dran am Satzerfolg.

Schon in den ersten beiden Sätzen beeindruckten die ASV-Youngster mit einigen sehenswerten Aktionen und ließen sich vor allem von den Aufschlägen der athletisch weit überlegenen Erstliga-Profis nicht verunsichern. ASV-Libero Luis Klimpe war selbst ein wenig überrascht, „dass wir da so gut klargekommen sind. Ich dachte, die erschießen uns mit Aufschlägen!“


Mannschaftsküken wird MVP

„Und dann kommt da dieser Pfretzschner“, war Dominic von Känel völlig begeistert vom Auftritt des Jüngsten im ASV-Dress, und mit dem ASV-Coach wohl die komplette Halle. Das Mannschaftsküken selbst nahm es dagegen ganz unbeeindruckt mit dem Erstligablock auf und wurde als Leader der ASV-Boygroup nicht nur von Team und Publikum lautstark gefeiert. Auch für Gästecoach Stefan Hübner war Pfretzschner der wertvollste Dachauer: „Simon ist sehr spielintelligent und hat ohne Angst oder Respekt gespielt“, begründete der langjährige Nationalspieler seine MVP-Wahl.

Allerdings spielten die Lüne-Hünen ab der Zehn-Punkte-Marke in den ersten beiden Sätzen ihre Erfahrung und athletische Überlegenheit dann doch konsequent aus. Vor allem Lüneburgs MVP, der sprunggewaltige Kanadier Ray Szeto, versenkte seine Angriffe immer wieder über den ASV-Block hinweg im Dachauer Feld. In der Mitte kamen Moritz Teichmann, Thomas Öster und Sebastian Hartmann, alle um die 1,90 Meter, nicht gegen die Lüneburger Mittelblockmacht um 2,10-Meter-Mann Noah Baxpöhler an.

„Da ist genau das passiert, was nicht passieren sollte“, meint von Känel: „Da stehen wir auf einmal leichenblass auf dem Spielfeld.“ Und das, wo die Boygroup doch eigentlich nur Spaß haben und jeden einzelnen Punkt gegen den haushohen Favoriten genießen wollte.

Zur Hilfe kam den ASV-Jungs neben dem unermüdlichen Publikum die Zehn-Minuten-Pause nach dem zweiten Durchgang, die sie aus ihrem Drittligaalltag auch nicht kennen. Die nutze der Coach, um seine Mannschaft noch einmal auf ihre große Stärke einzuschwören, die mannschaftliche Geschlossenheit. Denn die ASV-Youngster haben nahezu komplett alle Jugendmannschaften des ASV gemeinsam durchlaufen und dabei allein drei Deutsche Meistertitel und noch einmal so viele Vizemeisterschaften in der Jugend gefeiert.

 

Grünes Band für vorbildliche Talentförderung


Für diese seit Jahren konsequente und erfolgreiche Jugendarbeit bekam der ASV in der Satzpause auch das „Grüne Band für vorbildliche Talentförderung im Verein“ verliehen. Dieser wichtigste Deutsche Nachwuchspreis wird seit 1986 jährlich vom Deutschen Olympischen Sportbund und der Commerzbank ausgelobt und ist mit einer Förderprämie von 5000 Euro dotiert.

Und als wollten sie den Beweis für die ausgezeichnete Jugendarbeit in ihrem Verein antreten, kamen die Dachauer mit neuem Selbstbewusstsein aus der Kabine und gingen direkt mit drei Punkten in Führung. Diese Führung hielt, weil die Außenangreifer des ASV den Lüneburger Block immer besser ausnutzten und clever anschlugen.

Dass ausgerechnet in der Crunchtime bei einer 23:21-Führung des ASV Annahme und Aufschlag wackelten, kann der Coach verschmerzen. Auch, dass seine Boygroup zwar 25 Punkte machte, aber halt doch nicht mit dem möglichen Satzgewinn belohnt wurde: „Ich bin superstolz auf die Mannschaft und alle gehen mit einem Grinsen heim! Es ist einfach der Wahnsinn, dass so viele Leute gekommen sind und dieses Highlight mit uns gefeiert haben.“  

ASV Dachau - SVG Lüneburg 0:3 (15:25, 14:25, 25:27)
ASV: Sagstetter, Luber, Teichmann, Öster, Graven, Pfretzschner, Klimpe
eingewechselt: Hartmann, Sadorf, Bergmoser, Vogl


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