News der 3. Volleyball Liga 

Bild: Birga Herzum

DÉJA-VUE

Zwei Sätze lang sah am Samstagabend alles gut aus für die Dachauer Volleyballer in ihrem letzten Drittliga-Heimspiel gegen den TSV Deggendorf. Doch nach der deutlichen 2:0-Führung verlor das Team von Coach Martin Carinelli die Konzentration und am Ende die Partie im Tiebreak. Das 2:3 (25:18, 25:13, 21:25, 21:25, 16:18) verhindert den Sprung auf Platz vier, der ASV bleibt Fünfter.

Ein echtes Déja-Vue, denn es ist gerade einmal zwei Wochen her, dass den ASV-Männern das Gleiche in Neumarkt passiert ist: „Im Gegner-Aufbauen sind wir wirklich gut“, musste Marko Riedlbeck nach der Partie feststellen.

Weniger gut ist sein Team offensichtlich, wenn es darum geht, eine souveräne Führung ebenso souverän nach Hause zu bringen. In den ersten beiden Sätzen war das Dachauer Spiel noch wie aus einem Guss. Es klappte alles, angefangen bei der richtigen Mischung aus druckvollen Sprung- und taktischen Flatteraufschlägen über einen stabilen Side-Out bis hin zu einem effektiven Block. Youngster Benedikt Sagstetter verteilte seine Pässe clever und auch qualitativ so konstant, dass er später zu Recht zum wertvollsten Dachauer gewählt wurde.

Doch im dritten Satz gingen die Deggendorfer, die zwar als Vierter, aber mit drei Niederlagen in Serie im Gepäck angereist waren, erstmals nennenswert in Führung. Und plötzlich hatte der ASV nichts mehr entgegenzusetzen: „Wir haben unsere taktische Linie verloren, vor allem im Block. Und im Side-Out haben wir geschlampt“, analysiert Coach Carinelli. Riedlbeck macht’s am Kopf fest: „Wir haben mal wieder die Konzentration verloren.“

Die war pünktlich zum entscheidenden Tiebreak dann wieder da und Dachau trotz zwischenzeitlichem 10:13-Rückstand bei 13:13 wieder dran. Was die Mannschaft in dieser Phase vor allem Routinier Riedlbeck zu verdanken hatte, der auch den ersten und einzigen Matchball für den ASV bei 15:14 organisierte. Den wehrte Deggendorf ab und hatte dann selbst die Chance zum Matchgewinn. Doch erst der zweite Versuch saß, als sich ASV-Libero Michael Weindel beim letzten Aufschlag der Gäste verschätzte und der Ball zum 18:16-Endstand auf die Linie tropfte.

An der Linie konnten die ASV-Männer dann noch ausgiebig überdenken, warum sie sich schon wieder die Butter vom Brot haben nehmen lassen. Denn bevor das letzte Heimspiel der Saison offiziell mit dem Shake-Hands beider Mannschaften beendet wurde, gab’s in der Scherer-Halle noch etwas zu feiern: Die erste Damenmannschaft hatte am Nachmittag in Germering den Aufstieg in die Landesliga klargemacht und durfte sich von gut 100 Zuschauern gebührend feiern lassen.

 

Am kommenden Samstag gehts für die ASV-Männer zum Nachholspiel beim Ligaprimus in Unterhaching, der dem Rest der Liga am Samstag tatsächlich mit einer überraschenden 2:3-Niederlage in Markkleeberg entgegen gekommen ist. „Haching ist schon durch“, erklärt sich Martin Carinelli diesen Ausrutscher, „aber das wird noch einmal ein tolles Spiel!“

ASV Dachau – TSV Deggendorf 2:3 (25:18, 25:13, 21:25, 21:25, 16:18)
ASV Dachau: Benedikt Sagstetter (Zuspiel), Sascha Ziskins (Diagonal), Felix Böing, Moritz Teichmann (Mittelblock), Marko Riedlbeck, Lukas Pfretzschner (Außen), Michael Weindel (Libero)
eingewechselt: Sebastian Herrmann (Mitte), Florian Mayrhofer (Zuspiel), Vincent Gracen (Diagonal), Sebastian Wenninger (Libero)

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