News der 3. Volleyball Liga 

Bild: Birga Herzum

Nicht nach Plan

Beim Zehnten der Dritten Liga in Neumarkt mussten sich die Dachauer Volleyballer mit einem Punkt begnügen.

Trotz locker erspielter 2:0-Satzführung und eines eigenen Matchballs unterlag die Mannschaft von Trainer Martin Carinelli am Ende noch mit 2:3 (25:18, 25:15, 20:25, 20:25, 17:19).

„Ich weiß auch noch nicht so genau, was da eigentlich schief gelaufen ist“, konstatierte Trainer Martin Carinelli nach der Partie ziemlich ratlos. Denn eigentlich lief alles nach Plan: In den ersten beiden Sätzen bot seine Mannschaft eine überzeugende Vorstellung und hatte die abstiegsbedrohten Neumarkter gut im Griff. Auch die Personalprobleme konnte Dachau gut kompensieren: Der erst 16-jährige Moritz Teichmann aus dem Bayernligateam des ASV rückte als Mittelblocker neben Michael Weindel in die Stammsechs und vertrat dort Sebastian Hartmann gut, der parallel mit der zweiten Mannschaft des ASV wichtige Punkte im Abstiegskampf gegen die Spielgemeinschaft München-Herrsching holte. Auf Teichmanns Unterstützung hatte Carinelli auch zurückgegriffen, weil Thomas Öster mit einer Bänderverletzung wohl den Rest der Saison ausfällt und Felix Böing nicht mit nach Neumarkt fahren konnte.

Im Außenangriff fiel das Fehlen von Pablo Karnbaum (Daumenverletzung) zunächst auch nicht weiter auf, weil Lukas Pfretzschner und Marko Riedlbeck die Annahme mit Libero Sebastian Wenninger gut im Griff hatten und im Angriff schalteten und walteten, wie sie wollten. Also schickte Carinelli nach der 2:0-Satzführung Pfretzschners jüngeren Bruder Simon ins Rennen: „Er hat seine Sache zuletzt gegen Zirndorf sehr gut gemacht, und ich wollte einfach allen Spielern Einsatzzeiten geben“, erklärt Carinelli den Wechsel. Doch leider ging die Konzentration im gesamten Team nach den deutlichen zwei ersten Sätzen ebenso deutlich runter, und den Strohhalm ergriffen die abstiegsbedrohten Neumarkter.

„Sie haben auf einmal gespielt, wie in einem Finale“, erklärt Carinelli den Bruch im eigenen Spiel. „Sie sind einfach auf jeden Ball voll drauf gegangen. Das war in unserem Plan nicht vorgesehen, darauf waren wir nicht vorbereitet.“ Während Neumarkt also in der Abwehr einen beherzten Fight bot und im Angriff einfach nur noch Sekt oder Selters spielte, konnte Dachau den Schalter erst im vierten Satz wieder umlegen und war wieder fünf Punkte vorn. Doch das reichte nicht, „ganz plötzlich waren wir zwei Punkte hinten“, erinnert sich Carinelli. Und auch im fünften Satz reichte ein eigener Matchball nicht, um zumindest noch zwei Punkte zu sichern. Das tat Neumarkt schließlich mit 19:17 im Entscheidungssatz.

Während in der Oberpfalz also die Nicht-Abstiegs-Hoffnung weiter lebt, hat die sechste Saisonniederlage für den ASV keine direkten Auswirkungen. Dachau bleibt Fünfter, der Abstand zum neuen Vierten Niederviehbach beträgt ebenso fünf Punkte wie der Vorsprung auf den Sechsten Friedberg. Nicht das, was Carinelli sich erhofft hat, „aber wichtig war heute, dass die zweite Mannschaft punktet.“

ASV Neumarkt - ASV Dachau 3:2 (18:25, 15:25, 25:20, 25:20, 19:17)
ASV: Florian Mayrhofer (Zuspiel), Sascha Ziskins (Diagonal), Moritz Teichmann, Michael Weindel (Mitte), Lukas Pfretzschner, Marko Riedlbeck (Außen), Sebastian Wenningerl (Libero)
eingewechselt: Benedikt Sagstetter (Zuspiel), Simon Pfretzschner (Außen)

alle Ergebnisse und Tabelle der Dritten Liga

Übersicht

Termine 

ASV Dachau Facebook Fan-Seite