News der 3. Volleyball Liga 

Bild: Birga Herzum

Die Entdeckung der Pfretzschner-Kombination

Gegen den TSV Zirndorf haben die Dachauer Drittliga-Volleyballer am Samstagabend mit 3:1 (23:25, 25:12, 27:25, 25:12) ihren elften Saisonsieg geholt. Auch dank doppelter Pfretzschner-Power.

In den ersten Durchgang gegen den Vorletzten der Liga starteten die ASV Männer noch holprig: „Die Annahme war unsicher“, hat Trainer Martin Carinelli einen Grund ausgemacht. Der andere war noch offensichtlicher: Gleich acht Aufschlagfehler produzierte sein Team, bei nur zwei Punkten eine Quote, mit der sich wenig gewinnen lässt. Zwar kam die Annahmeabteilung um Luis Klimpe, der auf den Liberoposten zurückgekehrt ist, zum Ende des Satzes besser mit den starken Zirndorfer Aufschlägen klar. Zum Satzgewinn reichte es aber knapp nicht mehr.

Im zweiten Satz setzte Carinelli dann auf geballte Pfretzschner-Power. Neben dem älteren Lukas, der nach überstandener Erkältung wieder im Team war, gab der jüngere Simon sein Drittligadebüt. Am Nachmittag hatte der seit nicht einmal einer Woche 15-Jährige noch mit der dritten Mannschaft des ASV ein wichtiges 3:1 gegen den VfR Garching eingefahren und damit die Tabellenspitze in der Bayernliga erobert. Weil Pablo Karnbaum der ersten Mannschaft wegen einer Daumenverletzung länger fehlen wird, war Not am Mann, Simon Pfretzschner die Alternative für die Außenposition und bei Teil zwei seiner Doppelschicht gleich der Mann der Stunde.

Denn sein Einstand in der ersten Mannschaft für Marko Riedlbeck war vom Feinsten:  Ein Bombenaufschlag von Bruder Lukas, eine Zirndorfer Annahme, die direkt Richtung Dachauer Seite zurücksegelte – ein Elfmeter, den Simon sich nicht entgehen ließ und den Ball postwendend im Zirndorfer Feld versenkte. „Wir haben gleich die Pfretzschner-Kombi draus gemacht“, war Co-Trainer Kilian Walke begeistert von der Co-Produktion der Brüder. Und das Spielchen funktionierte nicht nur einmal, mit wesentlich mehr Aufschlagdruck sicherte sich der ASV den zweiten Satz mühelos und zog auch im dritten schnell auf 17:9 davon.

Dann allerdings kam mal wieder einer der Einbrüche, „die mir graue Haare machen“, beklagte sich Carinelli und gab zu: „Ich habe schon ein bisschen Angst bekommen.“ Denn die hohe Führung schmolz rapide, bei 23:24 musste Dachau sogar einen Satzball abwehren. Das gelang und nach einem Aufschlag von Michael Weindel, der wieder den Mittelblock verstärkte, war Satz drei mit 27:25 noch unter Dach und Fach. Bevor noch ein falscher Eindruck hängen bleiben konnte, drehten die ASV Männer im vierten Satz mit 25:12 nochmal richtig auf.

Bis auf den Satzverlust und das Konzentrationsloch später war Carinelli mit der Leistung dann auch „sehr zufrieden“, besonders mit dem Einstand von Simon Pfretzschner. Den honorierte auch der Zirndorfer Coach, der den 15-Jährigen zum Dachauer MVP wählte. Trotzdem ist laut Trainerteam noch offen, ob Dachau I zukünftig wieder auf doppelte Pfretzschner-Power setzen kann. Denn im Bayernligateam wird Simon im Meisterschaftsendspurt dringend gebraucht, zudem nimmt die Jugendsaison Fahrt auf.

ASV Dachau – TSV Zirndorf 3:1 (23:25, 25:12, 27:25, 25:12)  

ASV Dachau: Benedikt Sagstetter (Zuspiel), Sascha Ziskins (Diagonal), Felix Böing und Sebastian Hartmann (Mittelblock), Marko Riedlbeck und Lukas Pfretzschner (Außen), Luis Klimpe (Libero)

Eingewechselt: Florian Mayrhofer (Zuspiel), Simon Pfretzschner (Außen), Michael Weindel (Mitte)

alle Ergebnisse und Tabelle der Dritten Liga

Übersicht

Termine 

ASV Dachau Facebook Fan-Seite