News der 3. Volleyball Liga 

Bild: Birga Herzum

Fehlstart

Der Start ins neue Jahr ist den ASV-Drittliga-Volleyballer deutlich daneben gegangen: Mit 0:3 (19:25, 15:23, 23:25) unterlagen sie dem TSV Niederviehbach verdient und sind durch diesen Fehlstart in der Tabelle auf Platz fünf abgerutscht.

Niederviehbach war als Tabellendritter nach Dachau gekommen, mit acht Siegen und drei Niederlagen im Gepäck, die auch Dachau vorzuweisen hatte. Doch ein Spiel auf Augenhöhe war die erste Partie des neuen Jahres nur in ganz wenigen Phasen.

Im ersten Satz konnten die Gastgeber in der Scherer-Halle einen zwischenzeitlichen Drei-Punkte-Rückstand ausgleichen und waren bei 17:17 wieder gleichauf. Doch dann fehlte im Außenangriff die Durchschlagskraft und Niederviehbach kam noch recht locker mit 25:19 zum ersten Satzgewinn.
Dem ASV fehlten mit Marko Riedlbeck (Flitterwochen) und Lukas Pfretzschner (U19-Nationalmannschaft) zwei wichtige Außenangreifer, vor allem fehlte nach der gut vierwöchigen Spielpause aber die Ballsicherheit.

„Wir haben zwar seit Montag wieder trainiert“, erklärt Co-Trainer Kilian Walke. „Doch da waren die Finger noch ein bisschen steif, es ging darum, wieder reinzukommen.“ Die eine Woche Vorbereitung hat offensichtlich nicht gereicht, „die Feinabstimmung hat noch gefehlt“, hat Walke beobachtet. Besonders auffällig war das im zweiten Durchgang, durch den Niederviehbach ungefährdet durchmarschierte. Vor allem in der Mitte konnten die Niederbayern da schalten und walten, wie sie wollten.

ASV-Coach Martin Carinelli probierte viel, schickte Konstantin Luber für Sascha Ziskins in den Diagonalangriff und versuchte verschiedene Alternativen im Außenangriff. Begonnen hatte neben Pablo Karnbaum der erst 16-jährige Fabian Bergmoser aus dem Dachauer Bayernligateam. „Er hat in Zirndorf bereits einmal ins Team hineingeschnuppert und seine Sache gut gemacht“, begründet Walke die Entscheidung, den Youngster in die Startformation zu nehmen. Später kam Michael Weindel, eigentlich als Mittelblocker geplant, doch als ehemaliger Libero ein guter Kandidat, die Annahme zu verstärken.

Das gelang dem 24-Jährigen auch, und im dritten Satz hatte er maßgeblichen Anteil daran, dass die ASV-Männer über viel Kampfgeist wieder besser mithalten konnten und erstmals richtig Stimmung aufkam. Doch im Angriff hatte Weindel ebenso seine Probleme wie Kapitän Sebastian Wenninger, den Carinelli nach längerer Verletzungspause ebenfalls in den Außenangriff schickte. Bei 22:22 blieb Wenninger zweimal im Block hängen, der 25. Punkt zum 3:0 war für Niederviehbach nur noch Formsache.

Coach Carinelli blieb angesichts des chancenlosen Fehlstarts recht gelassen, auch wenn die überraschende Niederlage des Spitzenreiters Unterhaching am Samstag in Marktredwitz seinem Team unverhofft ganz neue Chancen eröffnet hatte: „Es war ein wichtiges Spiel, aber es war ein ganz normales erstes Spiel nach zwei trainingsfreien Wochen“, meint der Trainer. Statt Anschluss an die Tabellenspitze zu halten, ist Dachau nun auf Platz fünf abgerutscht. „So ein Spiel passiert“, kommentiert Carinelli die Auftaktpleite und setzt seine Hoffnungen auf die Partie bei den Nachwuchstalenten vom VCO Kempfenhausen am kommenden Sonntag: „Aber es kommen auch wieder bessere.“

ASV Dachau – TSV Niederviehbach 0:3 (19:25, 15:25, 23:25)
Spielzeit 66 Minuten
ASV: Florain Mayrhofer (Zuspiel), Sascha Ziskins (Diagonal), Felix Böing, Sebastian Hartmann (Mitte), Fabian Bergmoser, Pablo Karnbaum (Außen), Luis Klimpe (Libero)
Eingewechselt: Benedikt Sagstetter, Konstantin Luber, Michael Weindel, Sebastian Wenninger


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