News der 3. Volleyball Liga 

Bild: Birga Herzum

Im Expresstempo in die Weihnachtspause

Überraschend schnell sind die Dachauer Drittliga-Volleyballer zu ihrem letzten Sieg im Jahr 2016 gekommen: Nicht einmal eine ganze Stunde Spielzeit benötigten sie für das deutliche 3:0 (25:16, 25:23, 25:16) gegen die VGF Marktredwitz.

„Wir haben fast blind gespielt“, verrät ASV-Coach Martin Carinelli, „weil wir vor dem Spiel so gut wie nichts über Marktredwitz wussten.“ Gewarnt waren die ASV-Männer aber, denn obwohl die Oberfranken als Tabellenachter nach Dachau gekommen waren, trennten beide Teams vor der Partie gerade einmal drei Punkte. Doch ein Mangel an taktischen Informationen hat eben auch den Vorteil, dass man sich ganz aufs eigene Spiel konzentrieren kann – und das taten die Dachauer von Beginn an. Die Aufschläge kamen mit konsequentem Druck, der Block war zur Stelle und den Rest erledigte Marktredwitz mit zahlreichen Eigenfehlern.

Als die Gäste aus dem Fichtelgebirge langsam ins Spiel fanden, war der erste Satz schon mit 25:16 für Dachau gelaufen und Martin Carinelli begann bereits, seine Startformation auszutauschen. Zuerst übernahm Benedikt Sagstetter in Zuspiel für Florian Mayrhofer, dann übernahm Konstantin Luber die Diagonalposition von Sascha Ziskins und Pablo Karnbaum kam für Lukas Pretzschner. Dem Außenangreifer war es dann auch vorbehalten, den ausgeglicheneren zweiten Durchgang zum 25:23 zu beenden.

Im dritten Satz brachten Luber und Mittelblocker Sebastian Hartmann die Dachauer fast im Alleingang mit 9:1 in Führung, gleich fünfmal in Folge waren sie im Block zur Stelle. Marko Riedlbeck, der den verletzten Sebastian Wenninger als Kapitän vertrat, musste seine Aufschläge eigentlich nur noch sicher ins Marktredwitzer Feld befördern. Den hohen Dachauer Vorsprung konnten die Oberfranken den ganzen Satz über nur geringfügig verkleinern, und am Ende waren es wieder Luber und Hartmann, die die Partie mit einem weiteren Blockpunkt beendeten. Zum wertvollsten Dachauer der Partie wurde dennoch ein anderer Mittelblocker, Felix Böing löste den Abonnement-MVP Lukas Pretzschner erstmalig ab.

„Ich bin total zufrieden“, strahlte Martin Carinelli nach der letzten Hinrundenpartie, die Dachau als Tabellenvierten in die Weihnachtspause gehen lässt. Mit Unterhaching, Deggendorf und Niederviehbach stehen genau die drei Teams vor dem ASV, gegen die Carinellis Männer den Kürzeren gezogen haben. Ärgerlich sind im Nachhinein nur die Punktverluste gegen Zirndorf und den VCO Kempfenhausen, „die wären nicht nötig gewesen“, meint der Coach. „Aber letztes Jahr sind wir gut gestartet und haben dann fast alles verloren. Diesmal hatten wir am Anfang unsere Schwierigkeiten, weil wir uns noch finden mussten. Das habe ich immer gesagt.“ Das dürfte jetzt offensichtlich erledigt sein und lässt auf die Rückrunde hoffen, in die Dachau am 8.Januar 2017 mit einem Heimspiel gegen den TSV Niederviehbach startet.

ASV Dachau – VGF Marktredwitz 3:0 (25:16, 25:23, 25:16)
ASV: Florain Mayrhofer (Zuspiel), Sascha Ziskins (Diagonal), Felix Böing, Sebastian Hartmann (Mitte), Marko Riedlbeck, Lukas Pfretzschner (Außen), Luis Klimpe (Libero)
Eingewechselt: Benedikt Sagstetter, Konstantin Luber, Pablo Karnbaum

MVP:
ASV Dachau Felix Böing
ASV Marktredwitz Tom Wenisch

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