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Die U18-Europameister

GOLDJUNGE

ASV-Volleyballer Simon Pfretzschner ist U18-Europameister

In der Drittliga-Boygroup der Dachauer Volleyballer war Simon Pfretzschner der Jüngste, jetzt ist das ASV-Mannschaftsküken Europameister: Mit der deutschen Nationalmannschaft hat der 16-Jährige bei der U18-Europameisterschaft im tschechischen Zlin Gold geholt. Ein historischer Erfolg, denn es war der erste U18-Hallentitel für den Deutschen Volleyball-Verband. Im Hause Pfretzschner allerdings hängt jetzt schon zweimal EM-Gold, nachdem Simons älterer Bruder Lukas vor zwei Jahren U18-Europameister im Beachvolleyball geworden ist.

Herzlichen Glückwunsch, Simon, das war ja ein sensationelles Turnier! Die Auftaktsiege gegen Bulgarien und Weißrussland waren sehr souverän, aber dann habt ihr es gegen die Türkei richtig spannend gemacht: Nach 2:0-Führung musstet ihr in den Tiebreak...

„Auf dem Papier waren die Türken der stärkste Gegner unserer Vorrunde. Sie sind nach den ersten beiden Sätzen auch sehr stark zurückgekommen und es war ein Spiel auf Augenhöhe. Aber unsere Nerven haben gehalten, im Tiebreak hatten wieder wir die Nase vorne, wenn auch knapp mit 18:16. Dann ging‘s gegen die Griechen schon um den Gruppensieg und das Halbfinale, dabei hatten wir das vorher gar nicht so richtig als Ziel ausgegeben. Platz eins bis sechs wollten wir schaffen, von Spiel zu Spiel schauen…“

Und dann wart ihr nach einem weiteren Fünfsatzkrimi gegen die Griechen Gruppensieger und standet im Halbfinale gegen Russland, traditionell riesige Jungs...

„Ja, ein Außenangreifer war 2,07 Meter, der Mittelblocker 2,05 m und der kleinste war 1,92 m – der Libero. Aber wir haben als Team dagegengehalten und mit unserer Mentalität. Es lief gleich im ersten Satz, und es lief immer weiter.“

Wann hast du das erste Mal gedacht: Da geht richtig was?

„Nach dem zweiten Satz. Da habe ich dann schon mal kurz angefangen auch von Gold zu träumen. Aber dann hab ich mir immer gesagt: Nicht dran denken! Fokussiert bleiben!“

Gold war ja mit einem Halbfinalsieg – wieder auf dem Papier – durchaus möglich.

„Unser Finalgegner war Tschechien. Gegen sie haben wir zwar das letzte Gruppenspiel 1:3 verloren, aber da waren wir ja schon durch. Und in der Vorbereitung haben wir sie in Trainingsspielen zwei Mal 3:0 geschlagen. Wir wussten, dass wir eigentlich die bessere Mannschaft sind.“


Und trotzdem ist es ja nochmal was ganz anderes, gegen den Gastgeber im Finale zu spielen.

„Wir hatten eigentlich zwei Gegner, die volle Halle und die tschechischen Jungs. Aber die Ansage von unserem Trainer Matus Kalny war: Wenn wir das spielen, was wir können, gewinnen wir das Ding. Und auch da war ich mir wieder ab dem zweiten Satz sicher, wir holen uns Gold.“

Und dann? Party on…

"Ja klar, das war schon unglaublich: Diese Siegerehrung, der Konfettiregen… Vor dem Spiel hatte uns Lukas Kampa, der Kapitän der Männer-Nationalmannschaft, zwei Videobotschaften geschickt. Das war echt cool! Er wollte auch die Siegerparty übernehmen…“

Eine Sache musst du noch aufklären: Was ist mit Deinen Haaren passiert? Raspelkurz…

„Ach, die Haare... Das war ein bisschen Teambuilding. In Kienbaum hatte der Trainer erzählt, dass er sich mit einem Team mal die Haare gefärbt hat. Das fanden ein paar der Jungs auch ganz gut, aber dann ist es doch Abrasieren geworden. Zum Glück, das wächst wieder.“

Und ist im Sommer ja auch luftig. Apropos, du steigst am Samstag beim Heim-Masters in Dachau in die Beachsaison ein, richtig?

"Nach der EM hatte ich eine Woche frei, aber die Deutsche U20-Meisterschaft ist ja auch noch. Aber am Samstag geht’s mit Samuel Sadorf erstmal in den Sand."

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